Fit auf die Piste - Vibrationstraining für Skifahrer NAO PT

Fit auf die Piste - Vibrationstraining für Skifahrer

  • Jörg Birkel
Skifahren ist eine echte Herausforderung für den Körper. Unvorbereitet sollte man daher nicht auf die Piste gehen. Idealerweise legt man die Grundlage bereits im Sommer. Hat man aber versäumt, seine Kondition rechtzeitig auf Vordermann zu bringen, kann man mit Vibrationstraining noch auf den letzten Drücker fit werden.

Nicht nur Profis brauchen fürs Skifahren viel Kraft und Kondition, auch Einsteiger und weniger erfahrene Skifahrer sollten regelmäßig an ihrer körperlichen Fitness arbeiten. Regelmäßiges Fitnesstraining ist die beste Voraussetzung dafür, dass Dir nicht schon nach wenigen Schwüngen die Puste ausgeht. Das gilt vor allem für Skifahrer aus dem Flachland.

Skifahren ist mit Leistungssport vergleichbar

Viele Hobbyskifahrer unterschätzten die körperliche Belastung des Wintersports. Wenn Du wöchentlich weniger als drei Stunden Sport treibst, brauchst Du Dich also nicht zu wundern, wenn Dir die Kollegen auf der Piste davon fahren. Schließlich kommst Du beim Skifahren schon am ersten Vormittag auf das Sportpensum einer solchen Durchschnittswoche.

An den ersten beiden Skitagen kannst Du das vielleicht noch kompensieren, aber spätestens am dritten Tag ist die Beanspruchung aber deutlich zu spüren. Muskelkater und eine zunehmende Ermüdung sind die Folge. Dem könntest Du vorbeugen, wenn Du rechtzeitig etwas für Deine Winterfitness tust.

Geeignete Sportarten für den Aufbau skispezifischer Ausdauer sind beispielsweise Radfahren oder Inlineskaten. An Deiner Ausdauer lässt sich kurzfristig allerdings nicht mehr all zu viel drehen, wenn Du das bisher versäumt hast. Dein Kraftpotenzial lässt sich dagegen schon mit wenigen gezielten Trainingseinheiten steigern. Das optimale Trainingsgerät für Skifahrer ist eine Rüttelplatte.

Schnelle Erfolge durch Vibrationstraining

Geräte von Vibrogym, Power Plate & Galileo bringen Deine Muskulatur mit schnellen Schwingungen aus dem Gleichgewicht. Der Körper reagiert reflexartig darauf und spannt die betroffenen Muskeln an. Verantwortlich dafür ist ein Dehnungsreflex.

Anders ausgedrückt: Feine Rezeptoren in der Muskulatur registrieren kleineste Längenänderungen in der Muskulatur und reagieren mit einem reflexartigen Anspannen der gerade gedehnten Muskulatur. Der Muskel wir unwillkürlich aktiviert. Dabei werden so viele Muskelfasern angesteuert, wie tatsächlich für die Krafterzeugung gebraucht werden.

Vibrationstraining macht sich diese Dehnungsreflexe zunutze, indem diese gezielt provoziert werden. Durch die hohe Vibrationsfrequenz werden in einer Minute sogar hunderte solcher Reflexbögen ausgelöst. Dabei werden mehr Muskelfasern (Rekrutierung) zeitgleich und auch schneller (Frequentierung) innerviert, als mit einem herkömmlichen Krafttraining im selben Zeitraum möglich wäre. Man spricht hierbei auch von einer verbesserten intramuskulären Koordination.

3 mal 30 Minuten pro Woche sind ideal

Das ist auch der Grund, warum Vibrationstraining mit relativ wenig Aufwand in kurzer Zeit gute Erfolge erzielt. Nach 5 bis 10 Einheiten auf der Vibrationsplatte sind bereits messbare Kraftzuwächse und eine verbesserte Kraftausdauer zu verzeichnen. Pro Trainingseinheit reicht bereits eine Übungszeit von 20-30 Minuten aus. Nach jedem Training solltest Du mindestens 48 Stunden Pause machen, damit sich Dein Körper erholen und die Muskulatur an die Belastung anpassen kann.

Zwei bis drei Wochen vor dem Skiurlaub ist also gerade noch genug Zeit für einige Workouts auf der Vibrationsplatte. Die Hauptarbeit beim Skifahren und Snowboarden leisten Deine Beine, daher solltest Du Dich im Training auch darauf konzentrieren. Eine gute Rumpfmuskulatur ist ebenfalls wichtig, damit die Beine auch die volle Kraft auf die Skier übertragen können. Beides kannst Du hervorragend mit der Vibrationsplatte trainieren.

Fazit: Für den Einstieg solltest Du Dir einen erfahrenen Trainer suchen, der Dir die nötigen Übungen auf der Rüttelplatte zeigen kann. Und dann ist Vibrationstraining nicht nur eine gute Alternative zur traditionellen Skigymnastik, sondern auch aufgrund der besonderen Trainingsform gut dazu geeignet, noch auf den letzten Drücker eine passable Wintersportform aufzubauen.

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